Mattelart – Kommunikation ohne Grenzen?

32,00 

Armand Mattelart

Kommunikation ohne Grenzen? Geschichte der Ideen und Strategien globaler Vernetzung

300 S., ISBN 978-3-930064-20-5, 32.00 EUR (2. überarb. Aufl.)

Beschreibung

Armand Mattelart, einer der international profiliertesten Kommunika-tionswissenschaftler Frankreichs, dessen Werke in zahlreiche Sprachen übersetzt wurden, entwirft in Kommunikation ohne Grenzen? zum ersten Mal eine umfassende Geschichte der Konzeptionen globaler Verneztung. Er fragt nach den historischen Wurzeln der Medientechnik und den damit verknüpften geopolitischen Zielen. Dabei argumentiert er jedoch nicht als Historiker, sondern sein Interesse gilt vielmehr der Theoriebildung von Sozial- und Kommunikationswissenschaften, die er mit Entwicklung und Kommunikationstechnologien einhergeht und die mit ihnen verbundenen Ängste und Hoffnungen widerspiegelt.

INHALTSVERZEICHNIS:

Vorwort

I Krieg

1 Die Entstehung der technischen Netzwerke
Das Schreckgespenst des “Schwarzen Kabinetts”
Die Pioniere der Telegraphie
Die Penny Post
Die Ära der Kabelverbindungen
Die ersten Spielarten der Massenkultur
Die mediale Schaffung eines Ereignisses oder: die Anfänge der Legende
Das Eisenpferd
Die Stoppuhr

2 Das Zeitalter des Pluralismus
Die Verheißung einer neuen geistigen Welt Moral
Der soziale Organismus
Massengesellschaft versus Gemeinschaft?
Die Angst vor den Massen
Das Medium Geld
Der öffentliche Dienst: eine Alternative zum Jakobinismus
Die Vorstellung vom Volk

3 Die unsichtbare Steuerung der Massengesellschaft
Der Erste Weltkrieg: die Feuertaufe
Die Armee und die Medien
Informationspolitik im Belagerungszustand
Die Entmobilisierung
Der Sockel der neuen Macht
Die Ursprünge der empirischen Soziologie
Die Vergewaltigung der Massen
Die Einfluß des Fordismus
Kommunikation als Ausweg aus der Krise
Gegen das Marssyndrom

4 Zusammenprall der Ideologien
Internationalisierung des Rundfunks
Geopolitische Aspekte der ideologischen Front
Psychologische Kriegsführung
Nationale Sicherheit
Machtkämpfe zwischen verschiedenen Disziplinen
“Internationale Kommunikation” als Kriegsdiskurs
Wettlauf im All
Zivile Nutzbarmachung
Ahnungslos in der Fremde

5 Die Schule der Hinterlist
Indirekte Aktion
Der “Krieg in der Menge”
Der innere Gegner
Wissenschaft im Dienste des antirevolutionären Kampfes
Desinformation auf der Anklagebank
Dezinformatsia
Der Golfkrieg als postmoderner Krieg?

II Fortschirtt

6 Von der Fortschrittsideologie zur Kommunikationstheorie
Das “globale Dorf”
Der anarchistische Schmelztiegel
Verheißungsvolle Aufbrüche
Wissenschaftsgläubigkeit
Die “globale Stadt”
Die Kehrseite der Medaillen
Im Visier der Zahlungsbilanzen
Das Gehirn des Planeten
Die Angreifbarkeit der Gesellschaft
Das Ende des kommunistischen Universalismus

7 Die “Revolution der wachsenden Hoffnungen”
Modernisierung gegen Fatalismus
Das “Nichtkommunistische Manifest”
Die neuen “Nationbilder”
Die Bevölkerungsexplosion in den Griff bekommen
Die Landbevölkerung als Experimentierfeld
Fernunterricht: das Allheilmittel
High-Tech für alle
Requiem für ein Modell

8 Die internationale Regulierung der Informationsströme: Autopsie einer zweifachen Kollision
Das Prinzip der Nichteinmischung
Erziehung per Entertainment
Neue Foren der Kritik
Geschichte à la française
Media Imperialism: ein reduktionistisches Modell
Die “neue Ordnung”: ein Aneinander-Vorbeireden
Der Mangel an moralischer Glaubwürdigkeit
Auf dem Weg zum Freihandel

III Kultur

9 Die Zuständigkeiten des Staates
“Verbrieftes Mißtrauen”
Leviathan
Siechende Kultur
Interdependenz: die Diplomatie im neuen Kleid
Unauffindbare Gemeinschaften
„Kommunikationspolitik“ in der wissenschaftlichen Kontroverse
Die Ambivalenz von Gutachten
Die Partner Staat in der Krise

10 Die Geo-Ökonomie und ihre Bedeutung: Auf der Suche nach der globalen Kultur
Der “Wirtschaftskrieg”
Das Globale: eine Verwaltungsform
Die Amöbe
Nur noch Koproduzenten
Angebot à la carte und Standardangebot
Ausgrenzungen
Der Machtgewinn Japans

11 Vermittlung und Vermischung: Zurück zu den Kulturen
Die Rückkehr zum Singulären
Von der Amerikanisierung zu nationalen Traditionen
„Reine Technik“
Die Managerperspektive
Eine alternative Moderne?
Neue Denkansätze zu populären Genres
Einsame Vergnügungen
Taktische Spiele

12 Zum Schluß: das Rätsel

Anhang: Chronologie

Nachwort
Zur Kultur- und Medientheorie von Armand Mattelart
Einleitung
Inden Studierzellen von Chile
Uses and Gratification: Die kritische Theorie der Gebrauchsweisen
Staat und Zivilgesellschaft im Zeitalter der globalen Deregulierung
Nord-Süd
Zusammenfassung

Auswahlbibliographie
I. Arbeiten von Armand Mattelart
II. Deutschsprachige Überstezungen
III. Audiovisuelle Arbeiten
A. Essays
B. Rezensionen

Personenregister