Vogas – Stadt als Bühne und Buch

16,00 

Konstantin Vogas

Die Stadt als Bühne und Buch. Zur Selbstinszenierung Pius‘ II. in der Architektur Pienzas

116 S., ISBN 978-3-930064-58-8, 16.00 EUR

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Beschreibung

Pienza, von der Kunstgeschichte wiederholt als erste Idealstadt der Frührenaissance beschrieben, bietet sich als Lesestoff an. Wie ein aufgeschlagenes Buch liegt in-mitten der Stadt ein von Dom und Herrschaftsarchitektur gerahmter, kammerartiger Platz vor den Blicken der Besucher – er wurde dem Ort als Memorialraum aufgepflanzt und sollte fortan von Leben und Wesen des Bauherrn erzählen, so der ausdrückliche Wunsch Papst Pius’ II. Doch Platz und Stadt sind nicht allein biographische Architekturlektüre nach Maßgabe der päpstlichen Memoiren: Die Gründungsfeierlichkeiten des Jahres 1462 und der Grundriss des Platzes verweisen auf theatrale Implikationen des Stadtumbaus, die den Platz zur Bühne einer permanenten Selbstinszenierung des Papstes umdeuten. Das Buch unternimmt den Versuch, den Zusammenhang zwischen herrschaftlicher Architektur und Theatralität am Beispiel Pienzas zu durchleuchten und die Stadt als Medium der Überlieferung zu definieren, als zweiten, in die Landschaft hingebreiteten Körper des Papstes.

INHALTSVERZEICHNIS:

Vorwort

1. Einleitung

2. Die Stadt
2.2.1 Der Architekt
2.2.2 Der Dom
2.2.3 Der Papstpalast
2.2.4 Palazzo Municipale, Palazzo Vescovile und Casa Canonica
2.1 Gründungsgeschichte
2.2 Architekt und Baukörper

3. Der Bauherr

4. Die Inszenierung
4.1 Idealräume der Frührenaissance
4.2 Idealstadt Pienza
4.3 Die Bühne als Stadt – die Stadt als Bühne
4.4 Die zwei Körper Pius’

Rückblick

Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis