Kunczik – „Medien und Gesellschaft

8,00 

AVINUS Magazin, Sonderedition Nr. 6/2009

Michael Kunczik

Medien und Gesellschaft. Der Einfluss des Nationenimages auf internationale Kapitalflüsse.

44 S., ISBN 978-3-86938-007-0, brosch., 8.00 EUR.

Beschreibung

Dieser Artikel ist erstmals erschienen in Philippe Viallon / Ute Weiland (Hg.) (2002): Kommunikation – Medien – Gesellschaft. Eine Bestandsaufnahme deutscher und französischer Wissenschaftler, Avinus, Berlin.

Charakteristisch für die sozial- und kommunikations-wissenschaftliche Theoriediskussion ist das allgemeine Klagen über den Mangel an Theorie bzw. die Unzulänglichkeiten der bisherigen Theoriebildung. […] „Wer … auf endgültige Wahrheiten letzter Instanz, auf echte, überhaupt nicht wandelbare Wahrheiten Jagd macht, wird wenig heim tragen, es sei denn Plattheiten und Gemeinplätze der ärgsten Art.“ (Engels, Friedrich: Herrn Eugen Dührings Umwälzung der Wissenschaft. (Anti-Dühring). Berlin (Ost) 1960, 107; zuerst 1878, 107.)

Dass Theorien bzw. Paradigmen Wahrnehmungen bestimmen können und nicht umgekehrt die Tatsachen darüber entscheiden, was wir wahrnehmen und welche Theorien wir konstruieren, stellte Albert Einstein in einem Brief an Heisenberg im Jahre 1926 heraus: „Erst die Theorie entscheidet darüber, was man beobachten kann.“ (Heisenberg, Werner: Das Teil und das Ganze. Gespräche im Umkreis der Atomphysik. München 1973, 96.) Damit ist nichts anderes ausgesagt, als dass die Art und Weise etwas zu betrachten zugleich impliziert, etwas anderes bzw. andere Aspekte eines Phänomens nicht zu betrachten…