Füllsack – Zuviel Wissen?

29,00 

Manfred Füllsack

Zuviel Wissen? Zur Wertschätzung von Arbeit und Wissen in der Moderne

356 S., ISBN 978-3-930064-62-5, 29.00 EUR

Beschreibung

Wissen wird in der Moderne als primärer Produktionsfaktor und damit als zentraler Aspekt der Arbeit gepriesen und unter großen Hoffnungen generiert, archiviert, gelehrt, gehandelt, geschützt, problematisiert und auch wieder vergessen. Garantie für profitable Wirtschafts- oder produktive Arbeitsbedingungen kann Wissen heute jedoch keine mehr geben. Immer öfter kann es nicht einmal mehr Ein- und Auskommen für diejenigen garantieren, die über Wissen verfügen. Dieser Umstand gibt Anlass, die Bedingungen der Wertschätzung von Wissen und Arbeit in der Moderne und insbesondere die aktuell ihrer Remuneration zugrunde liegende Bindung von Einkommen an Arbeit zu überdenken. Diese Publikation wurde durch den FWF unterstützt.

INHALTSVERZEICHNIS:

Geleitwort

Vorwort (in eigener Sache)

1. Arbeit und Wissen

1.1 Arbeit als Existenzbedingung?

1.2 Arbeitsteilung

1.3 Körperliche und geistige Arbeit

1.4 Sein und Bewusstsein

1.5 Vorwissen

1.5.1 Verteilungsordnung

1.5.2 Was heißt brauchbar?

2. Spezialisierung

2.1 Theorie und Praxis

2.1.1 Ägyptische Mathematik

2.1.2 Theoretiker-Beobachter

2.1.3 Der Beweis

3. Nachfragesicherung

3.1 Wahrheit

3.1.1 Sprachwissen ist immer wahr

3.1.2 Kulturwissen

3.2 Macht

3.2.1 Unbewusste Strategien?

3.2.2 Herrschaftliches Wissen

3.2.3 Männliches Wissen

3.2.4 Machtmultiplikationen

3.3 Die Dialektik der Macht

4. Bereiche relativer Eigenständigkeit

4.1 Paradoxien

4.2 Schulen

4.2.1 Klosterschulen

4.3 Exkurs: Schrift

4.3.1 Lösung aus dem raum-zeitlichen Kontext

4.4 Die Scholastik

4.4.1 Die Theodizee

4.5 Kanalisierung

5. Wissenschaftliches Wissen

5.1 Wissenschaftliche Bereiche relativer Eigenständigkeit

5.2 Universitäten

5.2.1 Forschung und Lehre

5.3 Autonomie

5.4 Der deutsche Idealismus

6. Proletarisches Wissen

6.1 Dreifache Handlungsentlastetheit

6.1.1 Die Nützlichkeitsdebatte

6.1.2 Die russländischen Sozialwissenschaften

6.2 Die sowjetische Wissensepisteme

6.2.1 Lysenko

6.2.2 Beschränkende…

6.2.3 … und ermöglichende Bedingungen

6.3 Verwerfungen

6.3.1 Gleichzeitige Ungleichzeitigkeit

7. Wirtschaftswissen

7.1 Mehr-, Gebrauchs- und Tauschwerte

7.2 Zeit oder Freizeit

7.2.1 Der Zeithorizont

7.3 Naturalien

7.4 Geld

7.4.1 Wie funktioniert Geld?

7.4.2 Zur Geschichte des Geldes

7.5 Geld und Zeit

7.5.1 Der Zins

7.5.2 Unterschiedliche Zeithorizonte

7.5.3 Fossile Brennstoffe

7.6 Der Geldlohn

7.6.1 Gewerkschaften

7.7 Die Generalität des Geldes

7.7.1 Ware Arbeitskraft

7.7.2 Ware Geld

8. Wissen wissen

8.1 Problematisierbarkeit

8.2 Wissenschaftstheorie

8.3 Vom Was zum Wie

8.3.1 Naturwissenschaft

8.4 Gilt zu wissen, dass Wissen nur relativ gilt, nur relativ?

8.5 Die Kosten des Wissen-wissens

9. Die Bildungsproblematik

9.1 Die Ökonomisierungsdebatte

9.2 Universitäre Bildung

9.2.1 Die Einheit von Lehre und Forschung

9.2.2 Unterschiedliche Geschwindigkeiten

9.3 Akademische Titel

9.3.1 The only way is up…

9.4 Nichtwissen und Bildung

10. Die Wissensflut

10.1 Quantitative Bewältigungsversuche

10.2 Qualitative Bewältigungsversuche

10.2.1 Peer Review

10.2.2 Citation Index

10.3 Definitionsmacht

10.4 Distanziertes Misslingen

11. Die Freiheit des Wissens

11.1 Free Access

11.2 Open Source

11.3 Wissen als Eigentum

11.4 Intellectual Property Rights

11.4.1 Zur Geschichte intellektueller Eigentumsrechte

11.4.2 Individuelle oder gesellschaftliche Interessen

11.5 Open Access in den Wissenschaften

11.6 Das Ende der Wissenschaften, wie wir sie kennen?

12. Produktivität/Postproduktivität

12.1 Postproduktivität

12.2 Sozialistische Arbeit

12.3 „Sozialstaatliche“ Arbeit

13. Resümee

13.1 Pro

13.2 Kontra

Literatur