Buckland – Vom Mikrofilm zur Wissensmaschine

38,00 

Michael Buckland
Vom Mikrofilm zur Wissensmaschine. Emanuel Goldberg zwischen Medientechnik und Politik.

Band 1 der Reihe Forschung Visuelle Kultur, herausgegeben von Frank Hartmann

380 Seiten, ISBN 978-3-86938-015-5, 38,00 EUR

Beschreibung

„Michael Buckland ist jeder noch so unscheinbaren Spur nachgegangen. Seine Kunst der Recherche ist bewundernswert, und sie setzt einen Maßstab für Historiker der Informationsverarbeitung.“
Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 30.12.2010, M. Krajewski 

Emanuel Goldberg war Chemiker, Ingenieur und Gründer von Zeiss Ikon. Er beeinflusste maßgeblich die Bildtechnologie in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

Ist Emanuel Goldberg der Erfinder der ersten Suchmaschine? 1925 be­reits entwickelte er ein Gerät, das das Suchen, Auffinden und Anzeigen von beliebig vielen Dokumenten möglich machte. In dieser Statistischen Maschine, wie er sie nannte, kamen verschiedenste Technologien auf kreative Art und Weise zusammen: Mikrofilm für das Speichern von Dokumenten; Lochkarten für die Spezifikation der Suchanfragen; Elektronik für das Erkennen von Codie­rungsmustern; Optik; Kinematographie für die beweglichen Teile; und Telefoni­e für die Dateneingabe.
Goldberg leistete Pionierarbeit, denn die Statistische Maschine scheint der erste Bildschirmarbeitsplatz mit elektronischen Komponenten gewesen zu sein und darüber hinaus das erste System zur Auffindung von Dokumenten, das über die Lokalisation von Einträgen mit bereits bekannten Positions­adressen hinausging und sich dem wesentlich anspruchsvolleren Unterfangen widmete, Dokumente hinsichtlich bestimmter Suchkriterien suchen, auswählen und abbilden zu können.

Michael Buckland zeichnet hier eine unglaubliche Lebensgeschichte nach, die nicht nur Goldbergs Kreativität und Genialität honoriert, sondern auch ein intellektueller und gesellschaftlicher Spiegel einer historisch wichtigen Zeit für die Geschichte der Informationswissenschaften und Technologie ist.